Samstag, 1.Oktober 2022
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Wie wär‘ es mal mit Müll-Fasten?

Fasten ist in den letzten Jahren, besonders um Ostern, zu einem regelrechten Trend geworden. Häufig wird dabei auf das Rauchen, Alkohol oder Süßigkeiten verzichtet. Doch wie wäre es denn mal mit Müll-Fasten? Allein in dem Jahr 2018 wurden in Deutschland 417,2 Millionen Tonnen Abfall produziert, davon waren rund 30% Hausmüll. In den Folgejahren erhöhte sich die Abfallmenge stetig. Als Konsum- und Wegwerfgesellschaft trägt Deutschland immer mehr dazu bei. Doch schon mit kleinen Änderungen im Alltag kann man sich an der Müllvermeidung beteiligen. Im folgenden Artikel werden effektive Tipps zum Müll-Fasten gezeigt.

Alternativen für Plastikverpackungen verwenden

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 5,75 Milliarden Plastiktüten verbraucht, das entspricht ca. 71 Tüten pro Kopf. Um dem entgegenzuwirken sollte bewusst auf Verpackungen aus Plastik verzichtet werden. Verwenden Sie beispielsweise Stoffbeutel statt Plastiktüten oder kaufen Sie Produkte in Mehrweggläsern und -flaschen. Zudem können Verpackungsabfälle vollständig vermieden werden, indem bestimmte Produkte unverpackt gekauft werden und geeignete Dosen, Stoffbeutel und Kisten zum Einkaufen mitgebracht werden. Zudem ist es plastiksparender eine große Packung eines Produktes zu kaufen, anstatt vieler kleiner.

Plastikfreie Produkte einkaufen

Bereits in vielen Supermärkten werden Produkte in umweltfreundlichen Verpackungen angeboten, wie beispielsweise festes Shampoo und Körperseife, Zahnbürsten aus Holz oder Jogurt und Quark in Gläsern. Auch die Nutzung von wiederverwendbaren Kosmetik- und Hygieneartikeln tragen zur Müllvermeidung bei.

Möglichst wenig Essen wegschmeißen

Um möglichst wenig Essen unnötig im Abfalleimer zu entsorgen sollte man beim Einkaufen darauf achten sich nur mit den Lebensmitteln auszustatten, welche man in der nächsten Zeit auch verzehren wird, dabei sollte man sich immer fragen „Brauche ich das wirklich?“. Außerdem kann überreiftes Obst und Gemüse weiterverarbeitet werden, beispielsweise zu Smoothies oder zu einer schmackhaften Gemüsesuppe.

Mehrwegflaschen verwenden

Mehrwegflaschen können im Gegensatz zu Einwegflaschen mehrmals benutzt werden und schonen damit die Umwelt. Am besten geeignet sind jedoch wiederverwendbare Trinkflaschen, da diese am längsten halten und durch diese kaum Abfälle anfallen. Zudem sehen diese schöner aus und das schwere Schleppen der Wasserflaschen kann vermieden werden.

Akkus statt Batterien

In dem Jahr 2012 wurden in Deutschland insgesamt 44.000 Tonnen Batterien gekauft, davon wurden jedoch nur 18.000 Tonnen in den dafür vorgesehenen Sammelboxen entsorgt. Dadurch konnten wichtige Rohstoffe nicht recycelt werden und zudem gelangten somit Giftstoffe in den Hausmüll. Daher ist es wichtig die Batterien fachgerecht zu entsorgen oder Geräte mit Akku zu verwenden. Akkus können über Jahre mehrfach aufgeladen werden ohne das Abfälle anfallen und sind somit eine gute Alternative zu Batterien.

Wenig online bestellen

Mit dem Boom des Internethandels stieg der Verpackungsmüll rasant an. Wenn es möglich ist, sollten Produkte daher im Einzelhandel gekauft werden, um unnötige Abfälle zu vermeiden. Sollte eine Bestellung in Onlinegeschäften unumgänglich sein, ist es vorteilhaft eine Sammelbestellung gemeinsam mit anderen zu tätigen.

Qualität statt Quantität

Besonders bei dem Kauf von elektronischen Geräten sollte auf Qualität und Reparierbarkeit gesetzt werden, für eine lange Lebensdauer der Geräte. Darauf sollte jedoch auch bei anderen Produkten geachtet werden, denn oftmals gilt: „Wer billig kauft, kauft zweimal.“

Sabrina Roh

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