Donnerstag, 19. April 2018

Biomüll

Bioabfälle dürfen nicht in die Restmülltonne

Wo nicht selbst kompostiert wird, müssen Bioabfälle in die Biotonne. In die graue Restmülltonne dürfen keine Bioabfälle aus Haushalt, Küche und Garten. Dies schreiben das Kreislaufwirtschaftsgesetz und unsere Abfallwirtschaftsatzung ausnahmslos vor.

Bei nachgewiesener Eigenkompostierung am Wohngrundstück ist eine Befreiung von der Biotonne möglich. In diesem Fall muss der schriftliche Nachweis erbracht werden, dass sämtliche Bioabfälle auf dem jeweiligen Grundstück durch Eigenkompostierung verwertet werden.


Diese Abfälle gehören in die Biotonne:

Küchenabfälle bei noch freier Kapazität
  • Obst-, Gemüse-, Salatreste
  • Schalen von Süd- u. Zitrusfrüchten
  • Speisereste
  • Fleisch- u. Fischreste
  • Brot- u. Gebäckreste
  • Eierschalen, Nussschalen
  • Kaffee- u. Teefilter
  • verdorbene Lebensmittel
  • Blumen- und Gartenabfälle
  • geringe Mengen Fallobst
  • Laub (trocken)
  • Grasschnitt (angewelkt)
  • Unkraut
  • Zweige
  • Blumensträuße ohne Draht, Folie und Papier
  • Topfpflanzen ohne Topf

Bioabfälle dürfen eingewickelt in Zeitungspapier, Küchenkrepp oder in Kompostbeutel aus Papier in die Biotonne entsorgt werden. Um Madenbefall zu vermeiden, ist der Deckel der Biotonne geschlossen zu halten. Somit können Fliegen keine Eier auf dem Biomüll ablegen.


Diese Abfälle gehören  n i c h t  in die Biotonne:

  • Foliebeutel, Plastiktüten,
  • Katzenstreu (auch wenn kompostierbar)
  • Tierkot, Fäkalien
  • Windeln, Hygieneartikel, Wattepads
  • Haare, Felle, Tierkadaver
  • Asche, Kehricht, Staubsaugerbeutel
  • Plastik, Gummi, Kork, Textilien, Leder
  • flüssige Speisereste, Speiseöle und Fette
  • Obstnetze, Styropor
  • Glas, Blumentöpfe
  • Medikamente, Kosmetika
  • Geschenk- und Packpapier
  • Kartonagen
  • Altholz, Bauabfälle, Bauschutt
  • Zigaretten
  • Ton, Steine, Keramik und Porzellan

Auch kompostierbare folienähnliche Beutel, z. B. aus Maisstärke, bitte nicht für die Biotonne nutzen. Sie eignen sich nicht für das Kompostierverfahren in unserem Kompostwerk Göhren, da sie zu langsam verrotten. Diese Beutel sind in der Biotonne nur schwer von Kunststofffolie zu unterscheiden. Hier besteht die Gefahr, dass Ihre Biotonne bei Stichprobenkontrollen nicht geleert wird.


Wichtige Hinweise bei extremen Witterungsverhältnissen

Die Biotonne bei Frost!
Vor dem Einfüllen von feuchten Bioabfällen legen Sie bitte zuerst eine Schicht geknülltes Zeitungspapier (kein Illustriertenpapier) unten in die Tonne. Beim weiteren Einfüllen bitte darauf achten, dass der Bioabfall in Zeitungspapier eingeschlagen ist. Lockern Sie den Inhalt der Tonne mit zerknülltem Zeitungspapier auf, soweit kein anderes Strukturmaterial, wie z. B. Zweige, vorhanden ist.

Wenn möglich:
Die angefrorenen Bioabfälle sollten Sie kurz vor der Leerung mit einem geeigneten Werkzeug vorsichtig von der Tonneninnenwand lösen. Stellt man die Biotonne kurz vor der Leerung aus einem warmen Raum bei Frost ins Freie, friert der feuchte Inhalt mit Sicherheit fest und die Biotonne wird nicht leer.  Bei Frost gibt es keine Garantie für restlos geleerte Biotonnen!

Die Biotonne bei Hitze!
Vor dem Einfüllen von nassen Abfällen (Speisereste, frischer Grasschnitt) eine Lage locker geknülltes Zeitungspapier (kein Illustriertenpapier) unten in die Tonne. Fisch- und Fleischreste in Zeitungspapier einwickeln, damit Fliegen die Eiablage erschwert wird. Den Deckel des Vorsortiergefäßes und der Biotonne stets gut geschlossen halten. Keine Fliegen -> keine Maden. Nach dem Leeren sollte die Biotonne mit Wasser gereinigt werden. Wichtig ist, den oberen Tonnenrand sauber zu halten, weil Fliegen dort bevorzugt ihre Eier ablegen. Essensreste ggf. mit ein wenig Grünschnitt abdecken. Die Biotonne wenn möglich im Schatten aufstellen!

Wenn’s trotzdem Probleme gibt,
kann Gartenkalk zur Verringerung von Maden und Keimen helfen. Auch andere im Handel erhältliche Produkte zur Verringerung der Keim- und Geruchskonzentration kann man auf den Bioabfall streuen.

Im Übrigen: Die kleinen Fruchtfliegen übertragen keine Krankheiten und sind auch sonst für den Menschen nicht gefährlich.